Der Elster-Saale-Kanal, von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
des Bundes als Saale-Leipzig-Kanal (Abkürzung SLK)
bezeichnet,
ist ein 1933 begonnenes und 1943 eingestelltes Kanalprojekt, das die Weiße Elster
mit der Saale
bei Leuna
verbinden und somit die Messestadt Leipzig
an das Wasserstraßennetz anbinden sollte.
Mit dieser Verbindung hätte Leipzig über eine Schiffsverbindung über die
Saale an die Elbe
und damit an Hamburg
und die Nordsee
verfügt. Der Kanal war für Schiffe bis 1000 Tonnen geplant.
Von 1947 bis 1949 gab es von Seiten sächsischer Politiker immer wieder
Bestrebungen, die Arbeiten am Elster-Saale-Kanal wieder aufzunehmen und diesen
zu vollenden. Konkrete Beschlüsse oder Festlegungen wurden hierzu jedoch nie
gefasst, zumal die sowjetischen Besatzer kein Interesse am Weiterbau hatten.
Auch die Regierung der am 7. Oktober 1949 gegründeten DDR traf keinerlei
Festlegungen, die eine Fertigstellung des Kanals möglich gemacht hätten. So
wurde in den 1950er-Jahren unter anderem eines der beiden Sperrtore demontiert,
um es in ein Bauwerk des Oder-Havel-Kanals einzubauen.
Vor dem Hintergrund der Ölkrise in den 1970er- und 1980er-Jahren rückte die
Fertigstellung des Kanals nochmals in den Blickpunkt des Interesses staatlicher
Funktionäre, jedoch wurden diese Überlegungen schnell wieder verworfen.
Laut Bundesverkehrswegeplan 2003 sind bis zum
Jahr 2010 keinerlei Investitionen für einen Ausbau oder eine Fertigstellung des
Kanals vorgesehen. Die Wirtschaftlichkeit eines Elster-Saale-Ausbaus ist
aufgrund des vorherrschenden Straßengüterverkehrs stark umstritten. Jedoch gibt
es Bestrebungen einiger Fördervereine zur Fertigstellung des Kanals, die darin
eine Chance für den Tourismus in der Region sehen.(Wikipedia)
Nachfolgend noch ein paar Bilder von Dirk Hattenbach und Norbert Hirsch